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Ratgeber · Pflege

Frottier in der Wäscherei:
damit die Ware hält, wofür Sie bezahlt haben

95 Grad für Weiß, kein Weichspüler, Trommel nicht überladen

Die Standzeit eines Hoteltuchs entscheidet sich seltener beim Einkauf als in der Wäscherei. Drei Fehler kosten am meisten, und alle drei sind gratis abzustellen. Dieser Ratgeber sagt, was weiße und farbige Ware braucht, wie voll Maschine und Trockner sein dürfen und woran Sie erkennen, dass ein Tuch falsch behandelt wurde.

DREI REGELN

Was die Standzeit bestimmt

Ein Hoteltuch sieht im Jahr mehr Waschzyklen als ein privates in seinem ganzen Leben. Drei Stellschrauben entscheiden, ob es die Zyklen übersteht.

Temperatur

95 °C für weiße Ware
  • Weiß wird bei 95 Grad aufbereitet
  • Farbig nach dem Färbeverfahren
  • Reaktiv gefärbt: kein Chlor
  • Indanthren gefärbt: chlor- und lichtbeständig

Beladung

Trommel nur wie vorgesehen
  • Überladung scheuert die Kanten auf
  • Zieht Fäden in der Schlinge
  • Das Gewebe kann nicht aufgehen
  • Gilt für Maschine und Trockner

Weichspüler

keiner nie auf Frottier
  • Legt sich auf die Schlinge
  • Nimmt genau die Saugfähigkeit, für die Sie bezahlt haben
  • Das Tuch fühlt sich weich an und trocknet nicht ab
  • Streichen Sie ihn aus dem Programm
WASCHEN UND TROCKNEN

Der Weg durch die Wäscherei, Station für Station

Vier Stationen, an denen ein Tuch Schaden nimmt oder eben nicht: Sortieren, Waschen, Trocknen, Falten. Was an jeder Station zu tun ist.

Sortieren: Weiß von Farbe, Tücher von Vorlegern

Weiße Ware läuft bei 95 Grad, farbige nach dem Färbeverfahren. Wer beides zusammen wäscht, wäscht entweder das Weiß zu kalt oder die Farbe zu heiß. Badevorleger mit 650 und 700 Gramm brauchen länger im Trockner als Handtücher. Gemeinsam getrocknet kommt der Vorleger feucht heraus oder das Handtuch zu heiß.

Waschen: 95 Grad für Weiß, das Verfahren für Farbe

Weiß ist im Hotel die sichere Wahl, weil es sich mit Chlorbleiche aufbereiten lässt. Bei farbiger Ware entscheidet nicht der Farbton, sondern das Verfahren: Reaktiv gefärbte Ware ist waschecht, gegen Chlor aber nur begrenzt beständig. Indanthren gefärbte Ware hält Wasch-, Licht- und Chlorbelastung deutlich besser aus und gehört deshalb an Pool, Sauna und Spa. Chlor auf reaktiv gefärbter Ware bleicht aus, und ausgeblichene Tücher werden aussortiert, lange bevor sie verschlissen sind.

Trocknen: aufgehen lassen, nicht ausbrennen

Das Gewebe muss im Trockner aufgehen können, sonst kommt das Tuch hart heraus. Das braucht Platz in der Trommel, also keine Überladung. Zu heißes Trocknen über lange Zeit macht die Faser spröde, dann bricht die Schlinge, und das Tuch fusselt. Ein Tuch, das nach dem Trockner hart ist, wurde entweder überladen oder zu heiß gefahren, selten liegt es an der Ware.

Falten: Kanten und Schlinge kontrollieren

Beim Falten hat die Wäscherei jedes Tuch einmal in der Hand. Aufgescheuerte Kanten, gezogene Fäden in der Schlinge und harte Stellen sind die drei Zeichen, dass etwas im Prozess nicht stimmt. Eine doppelt genähte Kante hält der gewerblichen Wäsche stand. Reißt sie trotzdem, war die Maschine überladen. Reißt die Kante, ist das Tuch verloren, auch wenn der Flor noch gut ist.

Die drei Zeichen falsch behandelter Ware: hart nach dem Trockner, weich aber nicht saugfähig, aufgescheuerte Kante. Jedes zeigt auf eine andere Ursache: Überladung oder Hitze, Weichspüler, Überladung.

Was doppelt versäumte Kanten und ringgesponnenes Garn ausmachen →
CHECKLISTE

Was die Standzeit verlängert, was sie verkürzt

Die Liste aus der Praxis, zum Aushängen in der Wäscherei.

Verlängert die Standzeit

  • Maschine und Trockner nur so füllen, wie es die Trommel vorsieht.
  • Das Gewebe im Trockner aufgehen lassen, sonst kommt das Tuch hart heraus.
  • Doppelt versäumte Kanten und ringgesponnenes Garn schon beim Einkauf verlangen.
  • Weiße Ware bei 95 Grad aufbereiten, farbige nach dem Färbeverfahren.

Verkürzt sie deutlich

  • Weichspüler. Er legt sich auf die Schlinge und nimmt genau die Saugfähigkeit weg, für die Sie die Grammatur bezahlt haben.
  • Überladene Maschinen. Sie scheuern die Kanten auf und ziehen Fäden in der Schlinge.
  • Chlor auf reaktiv gefärbter Ware.
  • Zu heißes Trocknen über lange Zeit, das macht die Faser spröde.

Beim Einkauf schon mitdenken

Die Wäscherei kann nur erhalten, was der Einkauf mitgebracht hat. Doppelt versäumte Kanten und ringgesponnenes Garn sind die zwei Merkmale, an denen sich Hotelware von Haushaltsware trennt, und beide sollten schon in der Anfrage stehen. Wer farbige Ware für Pool und Spa bestellt, verlangt die Indanthrenfärbung, sonst ist die Wäscherei mit Chlor und Sonne von Anfang an im Nachteil.

Grammatur, Webart und Färbeverfahren im Zusammenhang erklärt die Übersichtsseite Frottierwaren für Hotel und Spa.

FAQ

Häufige Fragen zur Pflege

Was Housekeeping und Wäscherei zu Frottier fragen.

Warum wird Frottier nach dem Trockner hart?+
Weil das Gewebe nicht aufgehen konnte: Trommel überladen oder zu heiß und zu lange getrocknet. Beladung reduzieren, dann kommt das Tuch weich heraus.
Darf weiße Hotelware mit Chlorbleiche aufbereitet werden?+
Ja, das ist der Grund, warum Weiß im Hotel die sichere Wahl ist. Auf reaktiv gefärbter Ware dagegen nicht, dort bleicht Chlor die Farbe aus.
Wie voll darf die Maschine sein?+
Nur so voll, wie es die Trommel vorsieht. Überladung scheuert die Kanten auf, zieht Fäden in der Schlinge und lässt das Gewebe im Trockner nicht aufgehen.
Das Tuch fühlt sich weich an, trocknet aber nicht ab. Woran liegt das?+
Am Weichspüler. Er legt sich auf die Schlinge und nimmt die Saugfähigkeit. Aus dem Programm streichen.
Wie erkenne ich, ob farbige Ware reaktiv oder indanthren gefärbt ist?+
Am Datenblatt und an der Anfrage, nicht am Farbton. Wer für Pool, Sauna und Spa bestellt, verlangt die Indanthrenfärbung ausdrücklich.

Ware, die zu Ihrer Wäscherei passt?

Sagen Sie uns, wie Ihr Haus wäscht, hausintern oder außer Haus, weiß oder farbig. Wir empfehlen Qualität und Färbeverfahren dazu.