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Ratgeber · Grammatur

Frottier-Grammatur richtig wählen:
400 oder 500 Gramm je Quadratmeter

Was g/m² wirklich aussagt, und was nicht

Die Grammatur ist die erste Zahl auf jedem Frottierangebot und die am häufigsten falsch gelesene. Sie sagt, wie viel Baumwolle im Tuch steckt, nicht, wie gut das Tuch ist. Dieser Ratgeber erklärt, wo 400 Gramm genügen, wo 500 Gramm lohnen und warum ein schwereres Tuch nicht automatisch das bessere ist.

GRAMMATUR

Drei Gewichtsklassen im Hotelbad

Frottier wird in Gramm je Quadratmeter angegeben. Für das Hotel genügen drei Klassen: die 400er Linie für Zimmer, die 500er für Suite und Wellness, und die schweren Qualitäten für Badevorleger, die liegen bleiben sollen. Bademäntel folgen einer eigenen Skala.

Handtuchlinie 400 g/m²

400 g/m²
  • Die Wahl für Standardzimmer
  • Trocknet schnell, belastet die Wäscherei wenig
  • Sechs Größen vom Seifentuch bis zum Saunatuch
  • Trocknet den Gast zufriedenstellend ab

Handtuchlinie 500 g/m²

500 g/m²
  • Für Suiten und Wellnessbereiche
  • Spürbar üppiger in der Hand
  • Dieselben sechs Größen
  • Braucht länger im Trockner

Badevorleger 650 und 700 g/m²

650 bis 700 g/m²
  • 50 x 70 cm vor Dusche und Wanne
  • Schwer genug, dass er liegen bleibt
  • Dicht genug, dass der Boden trocken bleibt
  • Eigene Klasse, nicht mit Tüchern vergleichen
WAS DIE ZAHL SAGT

Was die Grammatur aussagt, und was nicht

Gramm je Quadratmeter misst das Gewicht des fertigen Gewebes. Mehr Gramm heißt mehr Baumwolle je Fläche, also mehr Schlinge, mehr Volumen und mehr Wasser, das das Tuch aufnehmen kann. Die Zahl sagt aber nichts über das Garn, nichts über die Kante und nichts darüber, wie sich das Tuch nach dreißig Wäschen anfühlt. Wer nur nach Grammatur kauft, vergleicht Gewicht, nicht Qualität.

Unter 400 Gramm: dünn im Hotelalltag

Unter 400 Gramm wird ein Hoteltuch dünn. Es trocknet zwar schnell, aber es trocknet den Gast nicht zufriedenstellend ab, und genau das ist der Moment, in dem er die Ausstattung beurteilt. Für den Fitnessbereich, wo ein leichtes Tuch zum Abwischen genügt, kann eine leichte Qualität passen. Für das Zimmer ist sie die falsche Sparstelle.

400 bis 500 Gramm: der Bereich, in dem die meisten Häuser arbeiten

Zwischen 400 und 500 Gramm stehen Saugkraft, Trocknungszeit und Waschkosten im Verhältnis. Die 400er Linie ist die Wahl für Standardzimmer, weil sie schnell trocknet und die Wäscherei nicht ausbremst. Die 500er Linie gehört in Suiten und Wellnessbereiche, wo der Gast länger bleibt und genauer hinsieht. Nebeneinander gelegt sieht man den Unterschied nicht sofort, nach dem Duschen spürt man ihn.

Über 500 Gramm: üppiger, aber teurer im Betrieb

Darüber wird das Tuch spürbar üppiger. Es braucht aber länger im Trockner und kostet im laufenden Betrieb mehr, bei jedem einzelnen Waschgang. Ein Haus, das die schwere Qualität überall einsetzt, bezahlt diesen Aufschlag auch in den Zimmern, in denen der Gast ihn nicht bemerkt. Deshalb lohnt es sich, nicht im ganzen Haus dieselbe Qualität einzusetzen.

Garn und Kante entscheiden mit

Zwei Merkmale, die auf keinem Foto zu sehen sind, wiegen im Alltag mehr als fünfzig Gramm Unterschied. Ringgesponnene Baumwolle ergibt eine gleichmäßigere, festere Schlinge als Rotorgarn, fusselt weniger und behält die Struktur über mehr Wäschen. Und eine doppelt genähte Kante hält der gewerblichen Wäsche stand, in der ein Tuch im Jahr mehr Zyklen sieht als ein privates in seinem ganzen Leben. Reißt die Kante, ist das Tuch verloren, auch wenn der Flor noch gut ist.

Kurz gesagt: Die Grammatur vergleicht Gewicht. Garn und Kante vergleichen Qualität. Erst wenn beides stimmt, ist die Zahl auf dem Angebot eine Aussage.

Größen und Verbrauch je Zimmer →
ZUORDNUNG

Welche Grammatur in welchen Bereich

Die richtige Grammatur ergibt sich aus dem Ort, an dem das Tuch benutzt wird, nicht aus dem Katalog. Fünf Bereiche, fünf Antworten.

Standardzimmer: 400 g/m²

Hier zählt der Umschlag. Das Tuch wird täglich oder alle zwei Tage gewechselt, läuft durch die Wäscherei und muss am nächsten Morgen wieder im Zimmer liegen. Die 400er Linie trocknet schnell und hält den Rhythmus, ohne dass der Trockner zum Engpass wird.

Suite und Wellness: 500 g/m²

Wo der Gast länger bleibt, das Tuch nach der Sauna um die Schultern legt oder auf der Liege ausbreitet, spürt er das Gewicht als Komfort. Dort lohnt die 500er Linie. Für Sauna und Liege kommt das Saunatuch 100 x 180 cm dazu, für Suite und Wanne das Badetuch 100 x 150 cm.

Badevorleger: 650 oder 700 g/m²

Der Badevorleger ist kein Handtuch, das auf dem Boden liegt. Er muss schwer genug sein, dass er liegen bleibt, und dicht genug, dass der Boden nach der Dusche trocken bleibt. Deshalb steht er in einer eigenen Klasse, in 650 und 700 Gramm, und wird nicht mit der Grammatur der Tücher verglichen.

Bademantel: 380 oder 450 g/m²

Bademäntel folgen einer eigenen Skala, weil das Gewicht am Körper anders wirkt als in der Hand. Die 380er Qualität ist der Standard für Zimmer, leicht genug, dass der Mantel im Trockner schnell durch ist, und dicht genug, dass er nach dem Duschen wärmt. Die 450er Qualität gehört in Suiten und Wellnessbereiche, wo der Mantel länger getragen wird. Beide gibt es mit Schalkragen in sechs Größen von S bis 3XL.

Nach Maß: keine feste Grenze

Das Lagersortiment endet bei 500 Gramm für Tücher, die Fertigung nicht. Von leichten Tüchern für den Fitnessbereich bis zu schweren Qualitäten für die Suite ist alles machbar, bei derselben Weberei wie die Lagerware. Sagen Sie uns Grammatur, Maß und Farbe, dann rechnen wir es konkret durch.

Wie Webart, Färbeverfahren und Pflege zusammenspielen, steht auf der Übersichtsseite Frottierwaren für Hotel und Spa.

FAQ

Häufige Fragen zur Grammatur

Kurze Antworten auf die Fragen, die bei der Wahl zwischen 400 und 500 Gramm auftauchen.

Was bedeutet g/m² bei Frottier genau?+
Gramm je Quadratmeter, das Gewicht des fertigen Gewebes. Mehr Gramm heißt mehr Baumwolle je Fläche, also mehr Schlinge und mehr Saugvolumen. Über Garn, Kante und Haltbarkeit sagt die Zahl nichts.
Ist 500 g/m² immer besser als 400 g/m²?+
Nein. Das schwerere Tuch ist üppiger, braucht aber länger im Trockner und kostet bei jedem Waschgang mehr. Im Standardzimmer mit täglichem Wechsel ist die 400er Linie meist die wirtschaftlichere Wahl, in Suite und Wellness die 500er.
Welche Grammatur braucht ein Badevorleger?+
Deutlich mehr als ein Handtuch: 650 oder 700 g/m² bei 50 x 70 cm, damit er liegen bleibt und den Boden trocken hält. Er gehört in eine eigene Klasse.
Warum haben Bademäntel andere Grammaturen als Tücher?+
Weil das Gewicht am Körper anders wirkt als in der Hand. 380 g/m² ist der Zimmerstandard, 450 g/m² die Qualität für Suite und Wellness, beide mit Schalkragen von S bis 3XL.
Trocknet ein schwereres Tuch wirklich langsamer?+
Ja, spürbar. Mehr Baumwolle je Fläche hält mehr Wasser, und das muss der Trockner austreiben. In der Wäscherei ist das der Posten, der die 500er Linie im laufenden Betrieb teurer macht.

Unsicher zwischen 400 und 500 Gramm?

Nennen Sie uns Zimmerzahl, Bereiche und Wechselrhythmus, wir empfehlen die Grammatur je Bereich, mit Mengen.