


Einwegverbot für Hotelkosmetik ab 2030
Ab dem 1. Januar 2030 dürfen Einwegverpackungen für Kosmetik-, Hygiene- und Toilettenartikel, die im Hotel für eine einzelne Buchung bestimmt sind, nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Das trifft das Fläschchen im Bad, nicht den Spender an der Wand. Diese Seite sagt, was im Verordnungstext steht, was daraus für Ihr Haus folgt und wie der Umstieg ohne Hektik gelingt.
Was das Gesetz sagt
Die Regel steht in der europäischen Verpackungsverordnung. Sie gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat und braucht kein nationales Gesetz mehr. Drei Punkte genügen, um sie richtig zu lesen.
Was verboten wird
- Einwegverpackungen für Kosmetik-, Hygiene- und Toilettenartikel im Beherbergungssektor.
- Gemeint sind Verpackungen, die nur für eine einzelne Buchung bestimmt sind und vor der Ankunft des nächsten Gastes entsorgt werden.
- Als Beispiele nennt der Text Shampooflaschen, Flaschen für Hand- und Körperlotion und Päckchen für Seifenstücke.
Ab wann
- Ab dem 1. Januar 2030 dürfen diese Verpackungen nicht mehr in Verkehr gebracht werden, Artikel 25 Absatz 1.
- Die Verordnung selbst gilt schon ab dem 12. August 2026, das Verbot aus Anhang V greift später.
- Bis zum 12. Februar 2027 veröffentlicht die Kommission Leitlinien, die Anhang V näher erläutern.
Was der Text nicht sagt
- Keine Größengrenze. Anders als oft zu lesen ist, nennt die verabschiedete Fassung weder Milliliter noch Gramm. Entscheidend ist der Zweck der Verpackung.
- Kein Material. Nummer 5 des Anhangs spricht von Einwegverpackungen, nicht von Kunststoff. Papier oder Glas ändern daran nichts.
- Kein Wort zum Spender. Ein Gebinde, das nachgefüllt wird und im Bad bleibt, ist nach diesem Wortlaut nicht für eine einzelne Buchung bestimmt.

«Einwegverpackungen für Kosmetik-, Hygiene- und Toilettenartikel für die Verwendung im Beherbergungssektor [...], die nur für eine einzelne Buchung und die Entsorgung vor der Ankunft des nächsten Gastes bestimmt sind.»
Beispiele im Text: «Shampooflaschen, Flaschen für Hand- und Körperlotion, Päckchen für Seifenstücke».
Verordnung (EU) 2025/40 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Dezember 2024 über Verpackungen und Verpackungsabfälle, Amtsblatt der EU vom 22. Januar 2025. Zum amtlichen Text auf EUR-Lex
Die Eckdaten
| Rechtsakt | Verordnung (EU) 2025/40 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Dezember 2024 über Verpackungen und Verpackungsabfälle |
| Fundstelle | Artikel 25 Absatz 1 in Verbindung mit Anhang V Nummer 5 |
| Stichtag | 1. Januar 2030 |
| Betroffen | Einwegverpackungen für Kosmetik-, Hygiene- und Toilettenartikel im Beherbergungssektor, die nur für eine einzelne Buchung bestimmt sind |
| Beispiele im Text | Shampooflaschen, Flaschen für Hand- und Körperlotion, Päckchen für Seifenstücke |
| Größengrenze | keine, der Text nennt weder Milliliter noch Gramm |
| Material | nicht eingeschränkt, Nummer 5 nennt kein Material |
| Verordnung gilt ab | 12. August 2026, Artikel 71 |
| Leitlinien | bis zum 12. Februar 2027 von der Kommission, Artikel 25 Absatz 6 |
Zur Einordnung: Diese Seite gibt den Verordnungstext wieder und ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist die amtliche Fassung im Amtsblatt der Europäischen Union.
Was das für ein Hotel heißt
Der Text richtet sich an die, die Verpackungen in Verkehr bringen. Für das Haus selbst hat er eine einfache Folge: die Ware, die heute im Zimmer steht, wird es ab 2030 am Markt nicht mehr geben. Wer bis dahin umgestellt hat, merkt vom Stichtag nichts.

Was aus dem Bad verschwindet
- Das Fläschchen zu 30 oder 40 ml mit Shampoo, Duschgel oder Bodylotion.
- Das Seifenstück im Papier oder in der Folie.
- Nach dem Wortlaut auch Toilettenartikel wie Zahnpflegeset oder Duschhaube in der Einzelverpackung, wenn sie nur für eine Buchung bestimmt sind.
- Alles davon unabhängig vom Material, also auch in Papier, Glas oder abbaubarem Kunststoff.

Was bleibt und was dazukommt
- Der Spender im Bad, der nachgefüllt wird und beim Gastwechsel stehen bleibt.
- Der Kanister im Lager, aus dem die Hauswirtschaft nachfüllt.
- Der Wandhalter, der den Spender an seinem Platz hält und gegen Mitnahme sichert.
- Die Marke, die der Gast kennt: Dove, Lux und TRESemmé gibt es im 500-ml-Spender mit 5-Liter-Kanister.
Übergangszeit
Zwischen heute und dem Stichtag liegen mehrere Jahre. Das reicht für eine Etage als Probe, eine Saison mit dem Spender und die Umstellung des ganzen Hauses in einem Zug. Wer früh beginnt, spielt Nachfüllrhythmus und Rückmeldungen der Gäste in Ruhe ein.
Restbestände
Die Verordnung regelt das Inverkehrbringen ab dem 1. Januar 2030. Was mit Beständen geschieht, die ein Haus vorher gekauft hat, sagt der Text nicht ausdrücklich. Bis zum 12. Februar 2027 sind Leitlinien der Kommission angekündigt, die Anhang V näher erläutern. Wer sicher gehen will, plant den Abverkauf so, dass zum Stichtag nichts mehr im Lager liegt.
Papier, Glas, abbaubarer Kunststoff
Ändern nichts. Nummer 5 des Anhangs nennt kein Material, sondern den Zweck der Verpackung. Ein Fläschchen aus Papierfaser, das nach einer Buchung entsorgt wird, ist ebenso betroffen wie eines aus Kunststoff.
Der Weg zum Spender in vier Schritten
Die Umstellung ist keine Bauarbeit, sondern eine Reihe von Entscheidungen. In dieser Reihenfolge geht sie am schnellsten.
Linie wählen
Marke oder Eigenlinie, 500 ml oder 300 ml, mit oder ohne Bodylotion. Ein Musterpaket im eigenen Bad klärt das schneller als jedes Datenblatt.
Halterung festlegen
Wandhalter oder Ablage. Der Halter kostet ein Bohrloch je Spender und erspart die Frage, wo die Flasche nach dem Zimmerwechsel steht.
Eine Etage umstellen
Erst eine Etage, dann das Haus. So lernt die Hauswirtschaft den Nachfüllrhythmus, bevor alle Zimmer davon abhängen.
Lager und Rhythmus einrichten
Kanister ins Lager, Nachfüllen in die Etagenrunde, ein Bestellrhythmus je Linie. Danach läuft es wie bei den Handtüchern, ohne Nachdenken.

Der häufigste Einwand: «Unsere Gäste erwarten die kleinen Fläschchen.» Was der Gast tatsächlich bemerkt, ist ein leerer oder klebriger Spender, nicht die Größe des Gebindes. Ein voller, sauberer Spender mit einer Marke oder einem Duft, den er einordnen kann, erfüllt die Erwartung.
Die sechs Linien bei SerrentiS
Alle sechs sind Spendersysteme mit Nachfüllkanister. Keine setzt auf das Einwegfläschchen im Zimmer, keine muss 2030 umgestellt werden. Drei bringen die Marke mit, drei die eigene Handschrift. Den Vergleich in einer Tabelle finden Sie auf der Übersichtsseite der sechs Linien, den Alltag mit Spender und Kanister auf der Seite zum Spendersystem für das Hotelbad.

Dove
Zwei Duftlinien, Hydrating Care und Cool Moisture, je fünf Produkte. Die Marke, die der Gast aus dem eigenen Bad kennt.
- Spender500 ml
- Kanister5 Liter
- Wandhalterja, ABS weiß

Lux
Sechs Produkte in einem Duft, Lily and Bergamot, darunter ein Haar- und Duschgel, das zwei Spender durch einen ersetzt.
- Spender500 ml
- Kanister5 Liter
- Wandhalterja, ABS schwarz, abschließbar

TRESemmé
Fünf Produkte der Linie Moisture Rich in der schwarzen Flasche mit Farbcode. Die Friseurmarke im Gästebad.
- Spender500 ml
- Kanister5 Liter
- Wandhalterja, ABS schwarz, abschließbar

Argan
Flüssigseife, Haar- und Duschgel und Bodylotion mit Arganöl. Die Eigenlinie mit der vollständigen Ausstattung.
- Spender300 ml
- Kanister5 Liter
- Wandhalterja, Edelstahl

Dolce eVita
Flüssigseife und Haar- und Duschgel. Zwei Sorten für das Standardbad, weniger Positionen auf dem Wagen.
- Spender300 ml
- Kanister5 Liter
- Wandhalterja, Edelstahl

Oliv One
Flüssigseife und Haar- und Duschgel mit der Note von Olive. Ein Kanister ersetzt hundertsechzig Fläschchen zu dreißig Millilitern.
- Spender300 ml
- Kanister5 Liter
- Wandhalterja, Edelstahl
Wer heute wählt, ist 2030 fertig: Jede der sechs Linien erfüllt den Wortlaut von Anhang V, weil der Spender im Bad bleibt und nachgefüllt wird. Der Unterschied zwischen ihnen liegt in Gebinde, Umfang und Auftritt, nicht in der Frage, ob sie ab 2030 erlaubt sind.
Kosten je Gast rechnen
Der Preis je Flasche ist die falsche Größe. Was zählt, ist der Aufwand je Gast und je Zimmerwechsel, und da verschiebt der Spender fast jede Zeile. Die Tabelle zeigt, welche Posten sich ändern, die Zahlen dazu liefert Ihr Haus.
| Kostenposten | Einwegfläschchen | Spender mit Kanister |
|---|---|---|
| Ware je Gast | je Buchung ein voller Satz, ob der Gast ihn anbricht oder nicht | nur die Menge, die der Gast tatsächlich pumpt |
| Verpackung je Gast | Flasche, Etikett, Deckel und oft ein Karton je Fläschchen | ein Kanister für viele Füllungen, der Spender bleibt Jahre im Einsatz |
| Handgriffe im Housekeeping | einsammeln, entsorgen, neu bestücken, bei jedem Wechsel | Füllstand prüfen, bei Bedarf nachfüllen |
| Lagerfläche | viele kleine Kartons mit Einzelsorten | wenige Kanister je Sorte |
| Abfall | je Abreise mehrere Teile im Restmüll | ein leerer Kanister nach vielen Füllungen |
| Schwund | angebrochene Fläschchen und Mitnahme durch den Gast | gering, mit Wandhalter gegen Mitnahme gesichert |
| Bestellung | je Sorte und Größe ein Artikel | je Linie zwei Artikel, Spender und Kanister |
füllt ein Kanister mit fünf Litern bei den Eigenlinien Argan, Dolce eVita und Oliv One.
füllt derselbe Kanister bei Dove, Lux und TRESemmé.
je Abreise, weil der Spender im Bad bleibt und nur der Kanister irgendwann leer ist.
Mit Ihren Zahlen: Zimmerzahl, Auslastung und Wechselrhythmus genügen, dann rechnen wir Bedarf und Erstausstattung für Ihr Haus konkret durch. Nennen Sie uns dazu die Linie, die in Frage kommt, oder lassen Sie sich zuerst ein Musterpaket schicken.
Häufige Fehler bei der Umstellung
Die Umstellung scheitert selten am Spender und fast immer an der Reihenfolge. Diese Punkte sehen wir am häufigsten.
Was schiefgeht
- Auf den Stichtag warten und dann das ganze Haus in einer Woche umstellen. Die Hauswirtschaft lernt den Nachfüllrhythmus nicht unter Druck.
- Fläschchen aus Papier oder abbaubarem Kunststoff als Ausweg einkaufen. Nummer 5 des Anhangs kennt kein Material.
- Spender ohne Halterung auf die Ablage stellen. Nach dem dritten Zimmerwechsel steht er irgendwo, und irgendwann ist er weg.
- Restbestände neben dem neuen Spender aufbrauchen. Sie gehören auf eine Etage oder in einen Bereich, nicht ins selbe Bad.
- Große Erstbestellung ohne Muster. Duft, Pumpe und Etikett gehören vorher ins eigene Bad.
- Den Kanister ins Zimmer stellen. Er gehört ins Lager und auf den Wagen.
Was sich bewährt
- Eine Etage als Probe, eine Saison lang, mit Rückmeldung von Housekeeping und Rezeption.
- Ein Wandhalter je Spender, verschraubt, dort, wo der Gast ihn mit nasser Hand erreicht.
- Ein Bestellrhythmus je Linie, gekoppelt an die Etagenrunde, nicht an den Kalender.
- Restbestände in einem Bereich aufbrauchen, etwa im Personalbereich oder in einer Zimmerkategorie, mit klarem Enddatum vor 2030.
- Die Marke oder den Duft bewusst wählen, damit der Gast das Gebinde einordnen kann.
- Nachfüllen als Aufgabe mit Namen: wer, wann, womit, und wo der Kanister steht.
Stellen Sie um, bevor der Stichtag es tut
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Häufige Fragen zum Einwegverbot
Was Einkauf und Hausleitung uns zur Verordnung am häufigsten fragen.